Wartungsfenster am 04.12.2020

Auf Grund von Wartungsarbeiten kann das Land Kärnten, als Rechnungsempfänger, am Freitag, den 04.12.2020, von ca. 13:00 - 18:00 Uhr KEINE e-Rechnungen empfangen. Bitte versuchen Sie es in diesem Fall zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

EN 16931

Die Europäische Norm (EN) 16931 ist das Ergebnis der CEN Arbeitsgruppe "CEN/TC 434" und definiert ein einheitliches semantisches Datenmodell für e-Rechnungen in Europa. Dieses Datenmodell wurde für die Syntaxen UBL 2.1 (Universal Business Language) und CII D16B (Cross Industry Invoice) spezifiziert. Die zugrundeliegende EU-Richtlinie 2014/55/EU verpflichtet alle primären Stellen der öffentlichen Verwaltung aller Mitgliedsländer ab 18. April 2019 e-Rechnungen in diesen Formaten zu akzeptieren. Eine Verpflichtung für die Vertragspartner zur Übermittlung von e-Rechnungen entsteht dadurch jedoch nicht.

Alle Dokumente zur EN können von Austrian Standards bezogen werden. Eine Publikation auf dieser Webseite ist leider nicht möglich. Die EN besteht in Summe aus folgenden Dokumenten:

  • EN 16931-1:2017 Part 1: Semantic data model of the core elements of an electronic invoice
  • CEN/TS 16931-2:2017 Part 2: List of syntaxes that comply with EN 16931-1
  • CEN/TS 16931-3-1:2017 Part 3-1: Methodology for syntax bindings of the core elements of an electronic invoice
  • CEN/TS 16931-3-2:2017 Part 3-2: Syntax binding for ISO/IEC 19845 (UBL 2.1) invoice and credit note
  • CEN/TS 16931-3-3:2017 Part 3-3: Syntax binding for UN/CEFACT XML Industry Invoice D16B
  • CEN/TS 16931-3-4:2017 Part 3-4: Syntax binding for UN/EDIFACT INVOIC D16B
  • CEN/TR 16931-4:2017 Part 4: Guidelines on interoperability of electronic invoices at the transmission level
  • CEN/TR 16931-5:2017 Part 5: Guidelines on the use of sector or country extensions in conjunction with EN 16931-1, methodology to be applied in the real environment
  • CEN/TR 16931-6:2017 Part 6: Result of the test of EN 16931-1 with respect to its practical application for an end user

Spezialregeln

Um nationale Einschränkungen dokumentieren zu können wurden in "CEN/TR 16931-5:2017" sogenannte Core Invoice User Specifications (CIUS) und Extensions definiert. Ein CIUS darf das Datenmodell nur einschränken, während eine Extension das Datenmodell erweitert bzw. ändert. Für Österreich gibt es zwei CIUSs, die aufeinander aufbauen:

  1. CIUS AT NAT - CIUS mit den gesetzlichen Regeln, das direkt auf der EN aufbaut
  2. CIUS AT GOV - CIUS mit speziellen Regeln von e-Rechnung.gv.at für den Bund. Dieses CIUS baut auf dem "CIUS AT NAT" auf.

Die Mapping von Österreichische CIUS to UBL Felder Mapping kann man hier herunterladen.

Eine Registry zur Sammlung von CIUSs und Extensions ist in CEN/TC 434 derzeit in Planung.

Gesetzliche Umsetzung in Österreich

Die EU-Richtlinie 2014/55/EU wurde mit dem Bundesvergabegesetz 2018 §368 umgesetzt.